SMED-Rüstzeitoptimierung Praxis Workshop

«Rüstzeiten sichtbar machen. Stillstände reduzieren. OEE und Flexibilität steigern.»

Rüstzeiten entscheiden wesentlich mit, wie flexibel, wirtschaftlich und termintreu ein Unternehmen produzieren kann. Lange Umrüstzeiten, ungeplante Wartephasen, Suchzeiten, fehlende Vorbereitung oder unklare Zuständigkeiten führen direkt zu Stillständen, Kapazitätsverlusten, höheren Kosten und längeren Durchlaufzeiten.

SMED – Single Minute Exchange of Die – setzt genau hier an. Der Workshop macht Rüstprozesse sichtbar, trennt interne und externe Rüstschritte und zeigt, wie Umrüstzeiten mit einfachen, strukturierten Massnahmen reduziert werden können.

Im Fokus steht das bewährte Dreieck aus Kosten senken, Durchlaufzeiten optimieren und Qualität sichern. Dadurch entstehen mehr Anlagenverfügbarkeit, kleinere Losgrössen, höhere Flexibilität und klare Wettbewerbsvorteile. Gleichzeitig stärkt SMED die Zusammenarbeit zwischen Produktion, AVOR, Instandhaltung, Qualität, Logistik und Führung.

Herausforderung

In vielen Unternehmen werden Rüstzeiten noch immer als gegeben akzeptiert – obwohl gerade dort oft grosses Verbesserungspotenzial liegt. Besonders bei häufigen Produktwechseln, kleinen Losgrössen oder hoher Variantenvielfalt wird die Umrüstzeit schnell zum produktiven Verlustfaktor.

Typische Herausforderungen sind lange Stillstandszeiten während des Umrüstens, Suchzeiten und unnötige Wege, fehlende Standards und Checklisten sowie unklare Rollen, Reihenfolgen und Verantwortlichkeiten beim Rüsten. Diese Verluste reduzieren die Anlagenverfügbarkeit, verteuern die Produktion und schränken die Flexibilität gegenüber Kunden ein.

SMED ist nicht nur für klassische Fertigungsanlagen relevant. Die Methode eignet sich ebenso für Umrüst- und Formatwechsel in Montage, Verpackung, Lebensmittelverarbeitung, Medizinaltechnik, Pharma oder anderen produktionsnahen Bereichen – überall dort, wo Anlagen oder Prozesse auf unterschiedliche Produkte eingestellt werden müssen.

Wichtige Infos

Termine

Termine nach Vereinbarung

Sprache

Deutsch​

Zeit:

08:30 Uhr – 17:00 Uhr

Durchführung

Ab 6 bis max. 15 Teilnehmende

Kosten:

Basic-Workshop 1 Tag:
CHF 550.–*

Praxis-Workshop 2 Tage:
CHF 950.–*

Business-Workshop 3 Tage:
CHF 1’350.–*

*Alle Preise verstehen sich pro Person, exkl. MWST. Sonderkonditionen für Gruppen ab 6 Personen auf Anfrage, inkl. digitaler Workshop-Unterlagen und Zertifikat

Für grössere Gruppen und firmenspezifische Workshops erstellen wir gerne ein individuelles Pauschalangebot.

Ort:

100 % direkt in Ihrem Unternehmen

Auskunft

Herr Reto Gruber
Tel: +41 44 736 63 24
Mail: reto.gruber@brw.ch


Nutzen

SMED schafft Transparenz im Rüstprozess und zeigt, wo Zeit, Wege, Abstimmungen und Ressourcen verloren gehen. Dadurch können Rüstabläufe gezielt vereinfacht, vorbereitet, standardisiert und stabilisiert werden.

Der Workshop ist als firmenspezifischer Unternehmensworkshop aufgebaut. Die Teilnehmenden arbeiten an realen Rüstprozessen, Maschinen, Anlagen, Werkzeugen, Vorrichtungen und Schnittstellen aus dem eigenen Unternehmen. So zahlt sich die Investition in die Mitarbeitenden direkt aus – durch sichtbare Optimierungspotenziale, erste Umsetzungen und eine bessere Verankerung im Arbeitsalltag.

  • kürzere Rüst- und Stillstandszeiten
  • höhere Anlagenverfügbarkeit und bessere OEE-Transparenz
  • tiefere Prozess- und Umrüstkosten
  • stabilere und sicherere Rüstabläufe
  • bessere Vorbereitung von Werkzeugen, Material und Informationen
  • mehr Flexibilität bei Varianten, Losgrössen und Kundenanforderungen
  • stärkere Verbesserungs- und Lean-Kultur im Unternehmen

OEE – warum Rüstzeit so wichtig ist

Ein wesentlicher Schwerpunkt im Workshop ist die Verbindung zwischen Rüstzeitoptimierung und OEE (Overall Equipment Effectiveness). Die OEE-Kennzahl beschreibt den Anlageeffizienzgrad und macht sichtbar, wie gut eine Anlage ihre verfügbare Zeit tatsächlich in wertschöpfende Produktion umsetzt.

Die OEE setzt sich aus drei Faktoren zusammen: Verfügbarkeit, Performance und Qualität. Rüst- und Einstellverluste wirken sich direkt auf die Verfügbarkeit aus – jede unnötige Rüstminute reduziert die produktive Laufzeit der Anlage. Kommen zusätzlich Wartezeiten, Suchzeiten, fehlende Werkzeuge oder unnötige Nachjustierungen hinzu, wird der Effekt noch deutlicher.

Genau deshalb ist SMED so wirksam: Durch die Reduktion interner Rüstzeit, bessere externe Vorbereitung und klarere Abläufe steigt die nutzbare Produktionszeit. Die Verbesserung wird damit nicht nur subjektiv wahrgenommen, sondern über OEE und angrenzende Kennzahlen messbar. Diese Transparenz ist zugleich eine wichtige Grundlage für Shopfloor Management, KVP und Kaizen im Betrieb.


Workshop-Ziele

Die Teilnehmenden verstehen, wie Rüstprozesse mit SMED systematisch analysiert und verbessert werden können.

  • Rüstprozesse strukturiert aufnehmen und analysieren
  • interne und externe Rüstschritte unterscheiden
  • Suchzeiten, Wege, Wartezeiten und Nachjustierungen erkennen
  • Rüstabläufe visualisieren und Verbesserungspotenziale ableiten
  • einfache Standards, Checklisten und Vorbereitungslogiken entwickeln
  • Rüstkennzahlen und Downtime Codes definieren und nachverfolgen
  • erste Verbesserungen direkt am realen Rüstprozess umsetzen
  • SMED in Lean, KVP, Kaizen und Shopfloor Management einordnen

Modularer Aufbau

Der Workshop ist modular aufgebaut und kann je nach Zielsetzung als Basic Workshop, Praxis-Workshop oder Business-Workshop durchgeführt werden. Die Durchführung erfolgt immer direkt im Unternehmen. Dadurch können reale Rüstprozesse, Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Vorrichtungen, Materialien und Schnittstellen unmittelbar einbezogen werden.

Empfohlen wird der Praxis-Workshop mit zwei Workshoptagen, da hier neben den Grundlagen auch der echte Praxistransfer am eigenen Rüstprozess stattfindet. Zwischen dem ersten und zweiten Workshoptag bearbeiten die Teilnehmenden eine konkrete Transferarbeit. In der Regel liegt zwischen den beiden Tagen ein Zeitversatz von mindestens zwei Wochen.

So können die Teilnehmenden die erlernten Methoden direkt anwenden, erste Analysen durchführen und gemeinsam mit einer Kleingruppe oder im Rahmen eines Leuchtturmprojekts erste Verbesserungen vorbereiten oder testen.


Die Grundlagen effizienter Rüstprozesse

Der Basic Workshop vermittelt die Grundlagen von SMED und der Rüstzeitoptimierung. Die Teilnehmenden erleben anhand eines praxisnahen Planspiels, wie Rüstprozesse ablaufen, welche Verschwendungen auftreten und wie sich durch strukturierte Verbesserungen die Rüstzeiten deutlich reduzieren lassen.

  • Grundlagen Lean Management und SMED
  • Bedeutung von Rüstzeiten für Produktivität, Kosten, OEE und Flexibilität
  • Einführung in interne und externe Rüstschritte
  • typische Verschwendungsarten im Rüstprozess
  • SMED-Planspiel zur Rüstzeitoptimierung
  • erste Optimierungsrunden und Transfer auf reale Rüstprozesse

Von der Analyse zur messbaren Verbesserung

Der Praxis-Workshop verbindet Theorie, Planspiel und den direkten Praxistransfer. Nach den Grundlagen und dem Planspiel wird ein geeigneter Rüstprozess im Unternehmen ausgewählt, aufgenommen und analysiert.

Zwischen den beiden Workshoptagen bearbeiten die Teilnehmenden eine Transferarbeit. Sie erfassen Rüstdaten, analysieren Schwachstellen und entwickeln erste Verbesserungsideen. Am zweiten Tag werden die Ergebnisse gemeinsam ausgewertet und in konkrete Massnahmen überführt.

  • Auswahl eines geeigneten Rüstprozesses
  • Aufnahme und Analyse des realen Rüstablaufs
  • Erfassung von Rüstzeit, Suchzeit, Wegen, Wartezeiten und Nachjustierungen
  • Trennung von internen und externen Rüstschritten
  • Analyse von Werkzeugen, Vorrichtungen, Materialbereitstellung und Informationen
  • Entwicklung eines verbesserten Ziel-Rüstablaufs
  • Definition von Standards, Checklisten und Rollen
  • Vorbereitung oder Durchführung erster Testumsetzungen
  • Massnahmenplan für weitere Umsetzung und Stabilisierung

SMED nachhaltig im Unternehmen verankern

Der Business-Workshop erweitert den Praxis-Workshop um einen strategischen Einführungstag und schafft die Grundlage, SMED langfristig im Unternehmen zu verankern.

Neben der Optimierung einzelner Rüstprozesse stehen Zielbild, Kennzahlen, Standards, Rollen sowie die Einbindung in KVP, Shopfloor Management und angrenzende Unternehmensbereiche im Fokus.

  • Inhalte analog Praxis-Workshop
  • zusätzlicher strategisch-struktureller Workshop-Tag
  • Aufbau eines SMED-Zielbilds für das Unternehmen
  • Definition geeigneter Rüstkennzahlen und Downtime Codes
  • Einbindung von SMED in KVP, Kaizen und Shopfloor Management
  • Definition von Rollen, Verantwortlichkeiten und Führungsstruktur
  • Standardisierung von Rüstabläufen, Checklisten und Bereitstellung
  • Planung weiterer Pilotanlagen oder Rüstprozesse
  • Aufbau einer internen SMED-Umsetzungslogik
  • Festlegung weiterer Umsetzungs- und Begleitungsschritte

Tag 3: Digitalisierungsreife und Industrial Solutions

Am dritten Tag wird beurteilt, wie weit die Digitalisierung rund um OEE, Rüstzeitdaten und Shopfloor-Transparenz bereits fortgeschritten ist. Ziel ist es, vorhandene Daten sinnvoll zu nutzen, Datenlücken zu erkennen und eine wirtschaftliche Digitalisierungsstrategie abzuleiten.

Bei Bedarf unterstützen die Spezialisten von BRW Industrial Solutions mit Praxisbeispielen rund um die Hive Digital Suite. So entsteht die Verbindung zwischen Lean-Methoden und digitaler Produktionsunterstützung.

  • OEE-Datenbasis prüfen: Maschinenzustände, Rüstzeiten, Störungen und Stillstände
  • Downtime Codes definieren oder bereinigen: klare Ursache statt unpräzise Sammelcodes
  • Shopfloor-App / Produktionsdatenerfassung als Grundlage für Transparenz und KVP
  • Anbindung von Werkzeugen, Messmitteln und Prüfmitteln prüfen
  • Material- und Ausgabesysteme in die Rüstvorbereitung einbinden
  • Closed-Loop-Potenziale prüfen: Messdaten für Korrekturen und Prozessstabilität nutzen
  • Digitalisierungs-Roadmap skizzieren: pragmatisch, wirtschaftlich und umsetzbar

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an Mitarbeitende und Führungskräfte aus produktionsnahen Bereichen – insbesondere aus Produktion, Montage, Fertigung, AVOR, Instandhaltung, Qualität, Logistik, Prozessoptimierung, Lean Management und Industrial Engineering.

Gut zu wissen

Der Workshop wird in Gruppen von 6 bis 15 Teilnehmenden direkt im Unternehmen durchgeführt. Für den Praxis-Workshop empfiehlt sich die Auswahl eines Rüstprozesses mit regelmässigen Umrüstungen und erkennbarem Optimierungspotenzial.

Für Einsätze ausserhalb des üblichen Einzugsgebiets oder bei besonderem Aufwand kann eine Reise- oder Durchführungspauschale anfallen. Beim Business-Workshop besteht zudem die Möglichkeit, den Schwerpunkt Digitalisierung und OEE gemeinsam mit den Spezialisten von BRW Industrial Solutions zu vertiefen.


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